80-Pfennig-Briefmarke

Wie Heinrich von Kleist 1961 auf eine 80-Pfennig-Briefmarke kam, kann man im Protokoll der 114. Sitzung des Bundeskabinetts vom 13. Juli 1960 nachlesen, Tagesordnungspunkt 5 (»Briefmarken mit gesamtdeutschen Motiven«):
»Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen [Richard Stücklen] […] trägt ergänzend vor, daß der Bundespräsident es abgelehnt habe, sein Porträt für eine neue Briefmarke verwenden zu lassen. Der Bundeskanzler [Konrad Adenauer] wendet sich gegen den Vorschlag, Länderwappen auf die Briefmarken zu bringen, weil damit der nach seiner Ansicht ohnehin schon zu sehr betonte Föderalismus noch weiter unterstrichen werde. Der Bundesminister des Innern [Gerhard Schröder] ist ebenfalls der Meinung, daß die Briefmarken besser Bundessymbole tragen sollten. Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen glaubt aber, daß die Bundessymbole (Farben schwarz-rot-gold und Bundesadler) aus künstlerischen Gründen für die Marken wenig geeignet seien. Das Kabinett beschließt, daß die neue Briefmarkenserie Persönlichkeiten aus der deutschen Vergangenheit darstellen soll. Sie sollen so ausgewählt werden, daß der ganze deutsche Raum erfaßt wird.« http://www.bundesarchiv.de/cocoon/barch/0000/k/k1960k/kap1_2/kap2_28/para3_17.html?highlight=true&search=kleist&stemming=true&field=all#highlightedTerm

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