Bargfelder Pantheon

Der Blogger Bonaventura über das Pantheon von Arno Schmidt anläßlich des von Jan Philipp Reemtsma herausgegebenen Bandes: Arno Schmidt: »Na, Sie hätten mal in Weimar leben sollen!« Über Wieland – Goethe – Herder (Stuttgart: Reclam, 2013):
»Als eigentliche Lücke in der Darstellung des klassischen Weimar stellt auch Reemtsma zu Recht Schmidts unterbliebene Auseinandersetzung mit Leben und Werk Friedrich Schillers fest. Schiller, der in den frühen ›Dichtergesprächen im Elysium‹ als christlicher Eiferer und Gegenstück zum heidnischen Goethe vom Dichter-Paradies ausgeschlossen bleibt, findet auch später keine Gnade mehr vor den Augen des Bargfelder Meisters. Auch hier gilt, dass Schmidt Schiller durchaus pointiert und richtig zu zitieren weiß, doch findet er für ihn keinen Platz in seinem Pantheon, ein Schicksal, das natürlich noch andere Autoren dieser und der nachfolgenden Zeit teilen: Hölderlin, Kleist und später dann Heine – um nur die mir wichtigsten zu nennen – bleiben Schmidt auch alle wesentlich fremd.« http://www.vigilie.de/

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