Beim Barte des Achill

Im Leben keiner Schönen war ich spröd;
Seit mir der Bart gekeimt, ihr lieben Freunde,
Ihr wißt’s, zu Willen jeder war ich gern:
Und wenn ich dieser mich gesperrt bis heute,
Beim Zevs, des Donners Gott, geschah’s, weil ich
Das Plätzchen unter Büschen noch nicht fand,
Sie ungestört, ganz wie ihr Herz es wünscht,
Auf Küßen heiß von Erz im Arm zu nehmen.
(Penthesilea v. 599ff.)

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Ein Kommentar zu Beim Barte des Achill

  1. Horn-ung sagt:

    Worauf Herr Ruprecht, Herzensbrecher fürchtend,
    Ganz im Geheimen zu sich sprach:
    »Noch wachsen dir die Hirschgeweihe nicht;
    Hier mußt du sorgsam dir die Stirn befühlen,
    Ob dir von fern hornartig etwas keimt.«

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