Bel exemplaire

Laut ›Karlsruher Virtueller Katalog‹ ist es in hiesigen Bibliotheken nur zweimal vertreten, das in limitierter Auflage von 150 numerierten Exemplaren erschienene Künstlerbuch mit den elf Radierungen Hans Bellmers zu Kleists Aufsatz: Les Marionettes. Traduit de l’allemand par Robert Valançay (Paris: Éditions Georges Visat, 1969). Das Exemplar Nr. 115 – Kassette mit Buch und der beiliegenden Serie von 11 Kupferstichen auf Japanpapier – kommt am 11. Mai bei Christie’s in Paris zur Auktion (Schätzpreis 3.500-4.500). Im Katalog ›Importants Livres Anciens, Livres d’Artistes et Manuscrits‹ rangiert es unter der Rubrik ›Curiosa‹. Na ja!? Stephen J. Gertz macht sich hierzu nicht unamüsante Gedanken und bildet ein Blatt aus Bellmers Serie ab: http://www.booktryst.com/2012/05/hey-rare-book-guy-is-it-erotica-curiosa.html
»Daß sich Bellmer mit keiner Zeile zu Kleist geäußert hat«, erfahren wir aus dem reich illustrierten Aufsatz von Peter Gorsen mit dem Titel ›Jenseits der Anatomie. Marionette und Übermensch im Werk von Hans Bellmer und Heinrich von Kleist‹ (in: Heilbronner Kleist-Blätter 14, S. 123-142).

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2 Kommentare zu Bel exemplaire

  1. HvK sagt:

    Aller guten Dinge sind drei: Zwei Exemplare im KVK nachgewiesen, ein drittes, clandestines – mit Nr. 108 – befindet sich im Kleist-Archiv Sembdner in Heilbronn als Dauerleihgabe der Kreissparkassenstiftung Heilbronn. Was uns daran erinnert, daß wir endlich unser Grafikverzeichnis ergänzen und ins Internet bringen müssen. – Peter Gorsens Aufsatz in den Heilbronner Kleist-Blättern ist übrigens anläßlich des Ankaufs entstanden.

  2. admin sagt:

    »Für Hans Bellmer (1902-1975) war die Auseinandersetzung mit dem Thema ›Puppe‹ zentraler Dreh- und Angelpunkt des künstlerischen Schaffens«, heißt es marionettenmäßig korrekt in einer Ankündigung des Kleist-Museums Frankfurt (Oder), wo ab 7. Juni eine Studioausstellung unter dem Titel ›bellmer + kleist. Ein Dialog in Text und Bild‹ gezeigt wird. Ein Projekt von Studierenden der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Museum.
    http://www.heinrich-von-kleist.org/kleist-museum/veranstaltungen

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