Bezug zur Lebenswelt

Der baden-württembergische Kultusminister Andreas Stoch im FAZ-Interview zur Frage, was gute Literatur für Sechzehnjährige sei: »Für die Auswahl haben wir Auswahlkriterien, an denen sich auch die Auswahlkommissionen orientieren, wenn es um Prüfungsthemen geht: die aktuelle oder geschichtliche Relevanz von Themen […]. Das wichtigste Kriterium ist aus meiner Sicht der Bezug zur Lebenswelt der Schüler. Sie sollen Literatur nicht als befremdlich oder als etwas, das sie nicht betrifft, erleben.«
Und zu Klassikern als Schullektüre: »Werke, die der Klassik zuzurechnen sind, eignen sich als Prüfungslektüre, wenn ich Bezüge zur Gegenwart herstellen kann. Deshalb ist es mir so wichtig, dass Jugendliche in der Literatur etwas erkennen können, das sie spannend finden. Egal, ob es positive Resonanz oder Ablehnung hervorruft, der Bezug zur Lebenswirklichkeit der Jugendlichen ist wichtig. Bestimmte moralische Wertungen oder Grundsätze, die für das Zusammenleben von Menschen gelten, kann ich aber auch an einem klassischen Text nachweisen.« http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/sex-in-schullektuere-es-gibt-keinen-grund-sich-auszuweinen-12773982.html

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Ein Kommentar zu Bezug zur Lebenswelt

  1. Wer mehr zu den bundesdeutschen Lehrplänen für den Deutschunterricht wissen will, liest Martin Maurachs Artikel in der FAZ vom 31. Januar 2014, S. 7 (»Kleist, das unbekannte Wesen«) mit Bezugnahme auf eine Umfrage bei den Kultusministerien, erschienen in der nach wie vor lieferbaren Ausgabe 25 der »Heilbronner Kleist-Blätter«.

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