Billets an Buchalsky

** Von Reinhard Pabst, Bad Camberg **
Mit dem Bonner Kollegen Stefan Ormanns, Mitherausgeber der Kleist-Briefedition des Deutschen Klassiker-Verlags (1997), habe ich vor vielen Jahren mal die Frage erörtert, ob Kleist mit dem »Herrn Buchalsky in der Fischerstraße No. 13« in Berlin schriftlich kommuniziert haben könnte – und, wo Kleists Billets an ihn geblieben sein mögen (es gab da eine vage Spur nach Potsdam…).
C.H. Buchalsky (vmtl. Carl Friedrich Heinrich B.; 1778-1851) war ein bekannter Zeitungszusteller oder »Zeitungs-Commissionair« – kein »Buchhändler« (Klaus Kanzog) –, die Zeitungsspedition »Buchalsky Nachfolger« ist noch 1862 in Berlin nachweisbar. Allen, die für die Berliner Abendblätter im sogenannten ›Boumann’schen Haus‹, Hinter der katholischen Kirche No. 3, »zwei Treppen hoch«, nicht selbst anstehen wollten, lieferte er Kleists Zeitung gegen ein geringes »Bringegeld« ins Haus.
In Dresden konnte man die »Berlinische[n] Abendblätter, in wöchentl[icher] Sendung« zum Preis von 3 Talern durch den Buchhändler Christoph Arnold (1763-1847), in dessen Verlag 1807 Kleists Amphitryon erschien, beziehen (Literarischer Anzeiger der Arnoldischen Buch- und Kunsthandlung in Dresden, Nr. 1, [Januar] 1811, S. 3).

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