Bonbonpost

Die wissenschaftliche Kleistszene scheint auch nicht mehr das zu sein, was sie früher vielleicht einmal war. Am 7. Juni hatte ich über Bernd Hamachers Studienausgabe des ›Zerbrochnen Krugs‹ im Reclam-Verlag publiziert und erhielt vier Tage später folgende email von einer Person, die sich besagter Szene zugehörig betrachtet, aber für ihre Meinungsäußerung nicht einstehen will und deshalb der Veröffentlichung unter ihrem Namen widerspricht – schade, ›Stimming’s Inn‹ hätte sich gerade mit diesem Namen gerne geschmückt (aber vielleicht ein andermal):

Lieber Herr Staengle,
dass Sie sich dazu hergeben, sich in die infame Rufmordkampagne des Herrn Rieble einzuklinken, enttäuscht mich denn doch sehr. Dass da kein Plagiat vorliegt, kann Ihnen nicht entgangen sein. Und warum verschweigen Sie Hamachers Entgegnung und den Widerruf des Herrn Güntner??
Hamachers Ausgabe enthält Fehler, wie er selber weiß. Nur: Darum ging es nicht, sondern um die Behauptung, es handle sich bei seiner Ausgabe um einen „Reclam-Nachdruck“, was ja schon von den Riebleschen „Bildzitaten“ schlagend widerlegt wurde. Es handelte sich um einen aufs leichtfertigste losgetretenen Angriff auf Hamachers Existenz.
Und wie erbärmlich, dass auch Sie am Schluss noch einen Tritt in Richtung Privatdozenten meinen loslassen zu müssen.
Was ist bloß aus Ihnen geworden???
Mit betrübten Grüßen
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