Come and Go

Ende August bis 6. Oktober 1969 war Samuel Beckett in Berlin, wo er am Schillertheater Das letzte Band in der legendären Inszenierung mit Martin Held als Krapp erarbeitete. »In Wannsee«, erfahren wir von James Knowlson (Samuel Beckett. Eine Biographie. Aus dem Englischen von Wolfgang Held [Frankfurt am Main 2001], S. 714), »suchte er auch Heinrich von Kleists Denkmal auf. Der Suizidpakt Kleists mit Henriette Vogel faszinierte Beckett. Zuerst suchte er vergeblich nach dem Grabmal […]. Später bat er dann einen Freund um ortskundige Führung. Schon zuvor war ihm der Spruch […] geläufig, der auf dem Grabmal eingemeißelt ist […]. Als er davorstand, war ihm der Gedanke unerträglich, daß der junge Dichter sich das Hirn ausgeschossen hatte, und er wandte sich rasch zum Gehen.«

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Ein Kommentar zu Come and Go

  1. HvK sagt:

    Das Wort »Suizidpakt« hat was. Fast so interessant wie »Fiskalpakt«.

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