Das Auto des Regisseurs

Die Gemeinsamkeiten von Fußball und Theater erklären die österreichischen Schauspieler Elisabeth Orth und Cornelius Obonya in einem Interview mit dem Wiener Standard:
»OBONYA: Beides ist keine Demokratie. Theaterspielen ist zwar wie Fußball ein Mannschaftssport, aber es gibt einen Trainer und einen Kapitän, die Strategie und Richtung vorgeben.
ORTH: Und der Schiri hat das letzte Wort. Das weiß das Publikum. Und brüllt runter von den Rängen: ›Schiri, mir wissen, wo dei Auto steht! Schiedsrichter zum Telefon!‹ […]
STANDARD: Und das Theaterpublikum weiß, wo das Auto des Regisseurs steht?
ORTH: Im Theater hören wir: ›Dea oame Kleist!‹ Breths ›Zerbrochener Krug‹ hat einem Herrn gar nicht gefallen, er rief das von ganz oben auf die Bühne runter. Nicht: ›Der arme Kleist‹, sondern: ›Dea oame Kleist‹, mit Meidlinger L und Wiener EI. Ich kenn aber auch das vom Rang: ›Lauter, bitte!‹« http://derstandard.at/2000008727095/Ich-will-schon-in-mein-Miesestes-hinein

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