Delikte in Pillenform

»Die Berliner Polizei hatte am vergangenen Wochenende 24 Stunden lang für Werbezwecke in Echtzeit von ihrer Tätigkeit berichtet, von Notrufen und Ermittlungen, von Schlägereien, Diebstählen, überlauten Partys, von alkoholisierten Kindern und verwirrten Rentnern – was die Hauptstadt eben so alles liefert an großen und kleinen Verbrechen an einem sehr heißen Wochenende. Im Sekundentakt liefen in dieser einmaligen Aktion die Tweets ein und wurden von über 20.000 Twitter-Nutzern verfolgt. […]
Das Vorbild der Polizei für ihre Twitter-Aktion ist offenkundig Heinrich von Kleist. Der hatte mit seiner Tageszeitung, den Berliner Abendblättern, die 1810 und 1811 erschienen, in Zusammenarbeit mit der Polizei knappste Meldungen verfasst, die im Duktus den Tweets aufs Haar gleichen.« http://www.zeit.de/2014/25/24h-polizei-berlin

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Ein Kommentar zu Delikte in Pillenform

  1. Bonaventura sagt:

    Wie schreibt Samuel Beckett doch so richtig: „Man braucht einen alten Mann nur zu kratzen und schon kommt ein Quintilian zum Vorschein.“ 🙂

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