Der Höhepunkt

** Von Martin Maurach, Lüneburg **
Niemand möge sagen, so eine Kleist-Bibliographie sei ganz ohne Höhepunkte. Selbst Minde-Pouets wahrhaft unkomische für die Jahre 1931 bis 1937 hat einen:
»Marschall, Josef: Der Dämon. E. Erz. aus d. Leben Hugo Wolfs. Leipzig: L. Staackmann 1930. 246 S.
Durch d. Erzählg ziehen sich Wolfs Ringen um seine symphonische Dichtg ›Penthesilea‹ u. seine Liebe zu Kleist, deren Darstellg S. 128-70 d. Höhepunkt erreicht.«

Der Titel mag sich ja möglicherweise an Stefan Zweig anlehnen, oder er ist einfach bloß konventionell. Insgesamt 246 Seiten aber, und davon nicht weniger als ein Sechstel Höhepkt. von »Ringen« u. »Liebe«! Bei solcher Ausdauer muß es sich wohl um ein verkanntes Genie handeln.
(Quelle: Georg Minde-Pouet: Kleist-Bibliographie 1931 bis 1937 mit Nachträgen, in: Jahrbuch der Kleist-Gesellschaft 1933-1937, Berlin: Weidmann 1937, S. 186-263, S. 248)

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Ein Kommentar zu Der Höhepunkt

  1. Wer gerade den entsprechenden Jahrgang des ›alten‹ Kleist-Jahrbuchs (das zusammen mit den restlichen Bänden in Kürze als Reprint neu erscheint) nicht zur Hand hat, der greift zur bibliographischen Aufhäufung (vulgo Kumulation), von welcher – Stand 7. Februar – gerade noch 6 Exemplare zu haben sind. – Die Aufhäufung 2001-2010 erscheint übrigens endgültig im März 2013. Womit wieder mal alles gschwätzt ist…

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