Der Shakespeare-Onkel

»Heinrich von Kleist hörte den Namen Shakespeare sicher schon in seinen Knabenjahren, war doch der erste, der ein Shakespearesches Stück ins Deutsche übersetzte, ein Minister Friedrichs des Großen, Caspar Wilhelm v. Borcke, ein naher Verwandter seines Vaters.« (Paul Hoffmann: Kleist-Arbeiten 1899-1943. Hrsg. von Günther Emig in Verb. mit Arno Pielenz. Mit einem Vorwort von Wolfgang Barthel. Heilbronn 2010, S. 703). Kleists Tante, die Schwester seines Vaters, war mit dem älteren Bruder des ehemaligen preußischen Staatsministers von Borcke (oder Borck; 1704-1747) verheiratet. Diesem, der zeitweilig Botschafter in London war, verdanken wir den »aus einer müßigen Feder geflossenen« (Vorwort), in Alexandriner gebrachten Versuch einer gebundenen Uebersetzung des Trauer-Spiels von dem Tode des Julius Cäsar. Aus dem Englischen Wercke des Shakespear. Berlin, bei Ambrosius Haude. 1741.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.