Ein Krug mit Ziegenmilch

** Von Arno Pielenz, Cottbus **
Im CB[Cottbus]-Stadtmagazin, Heft März/April 2014, widmet sich hnr. [i. e. Jürgen Heinrich] dem Ziegenhof ›Zwölf Eichen‹ in Gulben bei Cottbus:

»Dorfrichter Adam musste ein Urteil um einen ›Zerbrochenen Krug‹ fällen. Richtig, Heinrich von Kleist.
Ob der seine deftige Geschichte in Gulben, eine halbe Fahrrad-Stunde vor Cottbus erlauscht hat? Kleist hatte hier Verwandtschaft und eine ihm liebe Cousine.

Das Gutshaus (oder was davon noch übrig war) steht leider seit vergangenem Jahr nicht mehr, aber Krüge werden wohl noch oft genug zerbrochen in Gulben. Auch Milchkrüge. Vielleicht solche von Ziegenmilch? […]
Das Eis von Ziegenmilch, hausgefertigt von Jürgen Mrosk, würde selbst des Dorfrichters Laune verbessern. […]
Der Dichter und Dramatiker Heinrich von Kleist (1777-1811), der so früh und tragisch durch Selbstmord am Berliner Wannsee endete, weilte gelegentlich in Gulben. Seine Mutter, Juliane Ulrike, geborene von Pannwitz, stammte von hier. Kleist wurde hier von einem Privatlehrer erzogen. Das Gutshaus verfiel, aber der Friedhof hinter der Kirche ist erhalten. Begraben sind hier neben anderen Kleists Erbtante Auguste Helene von Massow, Auguste Maximiliane von Pannwitz, geb. v. Kleist, Heinrichs eng vertraute Schwester, und rechts von ihr Wilhelmine von Loeschebrand, geb. v. Kleist, des Dichters väterliche Halbschwester.«

Soweit hnr., und es ist ihm zuzustimmen, daß dem Kleist- und Ziegenmilchliebhaber ein Besuch in Gulben zu empfehlen ist. Dort, im Café ›Meck‹, kann er dann den Zerbrochnen Krug lesen.
(Nicht nur das Rechtschreibprogramm des PC will Gulben permanent in Guben verändern. Also achten Sie beim Ausflug auf das l!)

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