Eine Frage des Naturells

Über Luise von Preußen schreibt Tilman Krause in der Welt:
»Man hat sich von der Aufgeschlossenheit der Königin für Literatur und die Künste (sie unterstützte Heinrich von Kleist finanziell und ließ sich von Novalis sowie Jean Paul huldigen) dazu verleiten lassen, sie für eine heimliche Republikanerin zu halten. Doch das war sie nicht.
Ihre immer wieder hervorgehobene Ungezwungenheit, die Preußens Untertanen so begeisterte, war keineswegs politisches Programm. Sie hatte eher mit ihrem impulsiven, warmherzigen Naturell zu tun, dem Naturell einer in wenig glamourösen Verhältnissen aufgewachsenen Prinzessin aus einer Nebenlinie der Mecklenburger. Hinzu kam, dass sie sich vermutlich an jener Herrscherin orientierte, die auch für ihre Generation noch die Stilikone schlechthin in Sachen Natürlichkeit auf dem Thron war: Marie Antoinette.« http://www.welt.de/print/die_welt/article145459738/Preussens-Koenigin-der-Herzen.html

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