Erntedankfest

In ›Stimming’s Inn‹ ist von der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft vergleichsweise selten die Rede. Das darf nicht verwundern. Die allermeiste Zeit des Jahres wirkt die Gesellschaft, sofern nicht wie 2011 eine mediale Großoffensive zu erwarten ansteht, eher im Stillen. Daher auch die minimalistische Dezenz ihres Webauftritts, für den keineswegs Öffentlichkeitsscheu, sondern vielmehr die noble Zurückhaltung eines Handelns nach der Maxime ›Tue Gutes und rede nicht darüber‹ charakteristisch ist: Die jüngste Seite hat man letztmals am 8. Dezember vorigen Jahres aktualisiert, während die Archiv-Seite bereits seit dem 28. Oktober 2011 verspricht: »in Kürze online«.
Umso nachdrücklicher bringt sich die Gesellschaft jeden Herbst in Erinnerung, wenn sie mit dem Kleist-Jahrbuch ihre Ernte einfährt. Auf den Tag genau mit Bob Dylans neuestem Studioalbum, also am 11. September (hoffentlich kein schlechtes Omen!), ist es wieder soweit. Laut Verlagsankündigung mit folgendem Inhalt: »Das Jahrbuch dokumentiert die Verleihung des Kleist-Preises 2011, u. a. mit der Rede der Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff. Es beinhaltet die Beiträge der Tagungen ›Adel und Autorschaft‹, ›Ökonomie des Opfers‹ und ›Vertrauen im Werk Heinrich von Kleists und in der Literatur um 1800‹. Abhandlungen zum Werk und Rezensionen zu wissenschaftlichen Neuerscheinungen beschließen den Band.« Eine überaus reiche Ernte, mehr als 40 Vorträge und anderes. Und das alles auf 368 Seiten!
Hier die Programme der drei genannten Tagungen: Adel und AutorschaftÖkonomie des OpfersVertrauen im Werk Heinrich von Kleists und in der Literatur um 1800.

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