Frauen in Flammen

** Von Arno Pielenz, Cottbus **
»Viermal«, so schreibt Ruth Klüger in ihrem Essay Tellheims Neffe (in: R. K.: Katastrophen. Über deutsche Literatur [München 1997], S. 164-189; hier: S. 177), habe Kleist »das Motiv der Frau im brennenden Hause […] verwendet« und führt den Findling, die Marquise, das Erdbeben und natürlich das Käthchen an. Fünfmal, darf man korrigieren, denn auch die Marquise von Locarno »sieht […] schon das Schloß ringsum in Flammen aufgehen«, bevor sie aus ihm flüchten kann.
Aber auch Männer gehen ja bei ihm durchs Feuer, wie Colino im Findling, oder werden hineingejagt wie der Knecht im Kohlhaas. Und all das Feuer in den Abendblättern! – Kleists Feuer wären eine Untersuchung wert – oder gibt es die schon?

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