Gerechtigkeit für Thuschen!

»Heinrich von Kleist ist schuld. Bis er 1808 das Drama ›Die Hermannsschlacht‹ verfasste, galt Thusnelda, die Ehefrau von Germanenfürsten Hermann, als Inbegriff der Weiblichkeit. Dichter Kleist dagegen charakterisierte sie als nerviges Dummchen. Oder neudeutsch: als Tussi. Attraktiv, aber oberflächlich und zickig – nett formuliert.« http://www.welt.de/regionales/muenchen/article112388774/Absatzkrise-auf-zehn-Zentimetern.html

Aus dem Artikel Die Tussi von Moabit (Berliner Morgenpost vom 17. Januar 2010) erfahren wir: »Die meisten Thusneldas gibt es heute in Thüringen. Variationen wie Tusnelde, Rinelde und Nelde lassen sich hauptsächlich noch im süddeutschen Raum finden. Das schlechte Image des Namens Thusnelda muss man wohl Heinrich von Kleist zuschreiben: Der griff den Arminius-Stoff in seiner ›Hermannsschlacht‹ noch einmal auf. Dieses Drama hat wohl Generationen von Gymnasiasten die Figur der Thusnelda madig gemacht. Der Legende nach wurde so durch schlecht gelaunten Schülermund irgendwann aus der Thusnelda die ›Tussi‹, und aus ihr die pauschale Beschimpfung für blonde Dummchen.«

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