Gespräch über Bäume

** Von Reinhard Pabst, Bad Camberg **
Als Bundespräsident Heinrich Lübke im heißen Sommer 1967 »gemeinsam mit seiner Frau Wilhelmine im bayrischen Wunsiedel auf Deutschlands ältester Freilichtbühne Luisenburg eine Aufführung von Kleists Prinz von Homburg sah, lobte er während der Vorstellung im Gespräch mit der Frau des Wunsiedler Bürgermeisters, Anni Müller: ›Was haben Sie für schöne große Bäume auf der Bühne.‹ Auf einem anschließenden Empfang mahnte der Präsident seine Gastgeber: ›Lassen Sie nur die Finger vom modernen Theater. Damit macht man nur schlechte Geschäfte. Schiller und Shakespeare, das ist das Richtige.‹ […] Der Bürgermeister [Albert Müller, CSU] über seine Aussprache mit dem Präsidenten: ›Wir haben uns nicht in hochgeistigen Gebieten bewegt.‹« (DER SPIEGEL, Nr. 33 vom 7. August 1967, S. 92).

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