Gustav gibt sich die Ehre

Zum heutigen ›International Day of Families‹ der Hinweis, daß die am 17. September 1809 geschlossene eheliche Verbindung von Kleists jüngster Schwester Juliane Hedwig Karoline, genannt Julchen, mit dem hinterpommerschen Gutsbesitzer Gustav v. Weiher (auch Weiherr, Weyher) offenbar eine längere Vorgeschichte hatte. Weihers Schwager, Hermann Prinz zu Hohenzollern-Hechingen (1777-1827), schreibt am 28. April 1806 an den Kriegsrat Scheffner: »[…] Gustav nämlich, wird, wenn Gott uns bald ruhigere Zeiten giebt, ein liebes braves, sehr gebildetes und unterrichtetes Mädchen heirathen, eine Fräulein von Kleist, deren Bruder als Hauptmann bei der Garde zu Fuss steht […].« (Arthur Warda [Hrsg.]: Briefe an und von Johann George Scheffner. Bd. 1 [München 1918], S. 335) Mehr als zwei Jahre später macht eine Anzeige in der ›Vossischen Zeitung‹, 26.7.1808, Nr. 89, bekannt:
Verlobung.
Meine Verlobung mit der jüngsten Fräulein von Kleist, Tochter des verstorbenen Herrn Majors von Kleist, im jetzigen Regiment von Zenge, gebe ich mir die Ehre hiermit allen meinen Freunden, unter Verbittung des Glückwunsches, anzuzeigen. Felstow bei Lauenburg, den 25sten Juni 1808.
G. von Weiher.

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