Helden

»Als junger Mensch sucht man sich Helden aus – auch ich habe die meinen gehabt: Heinrich von Kleist, Karoline von Günderode, Gérard de Nerval, Otto Weininger … Mich an ihrem Selbstmord berauschend, hatte ich die Gewißheit, nur sie allein seien bis zum Äußersten gegangen, nur sie allein hätten, indem sie in den Tod gingen, aus ihrer beleidigten oder beantworteten Liebe, aus ihrem zerrissenen Geist oder ihrer philosophischen Verkrampfung die einzig richtige Schlußfolgerung gezogen.« (E. M. Cioran: Lehre vom Zerfall. Übers. v. Paul Celan. Stuttgart: Klett-Cotta, 1987, S. 200)

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