Irreführender Eindruck der Kälte

Jochen Schimmang in der TAZ über Alexander Kluges jüngstes Buch 30. April 1945. Der Tag, an dem Hitler sich erschoß und die Westbindung der Deutschen begann (Berlin: Suhrkamp, 2014):
»Diesen unsichtbaren Gefühlen ist Kluges Werk immer auf der Spur. Ohne Gefühle gibt es für ihn überhaupt keinen Anstoß, zu denken. Der irreführende Eindruck der Kälte entspringt vermutlich primär der Form seines Erzählens, deren Lakonie gewiss nicht zu übersehen ist. Ihr Vorbild ist der Kleist der ›Berliner Abendblätter‹. Diese Arbeit sei nie fortgeführt worden, bedürfe der Fortführung aber dringend, hat Kluge 1985 in seiner Rede zum Kleist-Preis betont. Man darf seine unermüdliche Geschichtenproduktion getrost als diese Fortsetzung betrachten.« http://www.taz.de/Alexander-Kluges-Buch-30-April-1945-/!142738/

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