Jede Puppe hat ihre Grenzen

»Wie hält es Bachleitner mit Heinrich von Kleist? In dem Essay Über das Marionetten-Theater stellt der Schriftsteller die These auf, die Marionette sei dem Menschen an Anmut und Grazie überlegen: durch eine ›naturgemäßere Anordnung der Schwerpunkte‹ und darin, dass eine Puppe ohne Bewusstsein ›sich niemals ziere‹. Außerdem wisse sie nichts ›von der Trägheit der Materie, weil die Kraft, die sie in die Lüfte erhebt, größer ist als jene, die sie an der Erde fesselt‹.
Bachleitner lächelt und relativiert Kleist: ›Es gibt ja den Sprachgebrauch, dass man jemanden wie eine Marionette führt. Das stimmt aber nicht. In Wahrheit ist es ein Wechselspiel. Und dann hat jede Puppe ihre Grenzen. Sie kann nur, was sie von sich aus kann.‹« http://www.wz-newsline.de/home/panorama/die-strippenzieher-besuch-im-duesseldorfer-marionetten-theater-1.1124318

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