Klare Priorität

Hans Neuenfels und Elisabeth Trissenaar im Gespräch mit Volker Blech:
»Berliner Morgenpost: Herr Neuenfels, in Ihrer Autobiografie [»Das Bastardbuch«. Autobiografische Stationen. München: Bertelsmann, 2011] gibt es im Anhang für Frau Trissenaar 65 Seitenverweise, für Goethe 17, bei Kleist 26.
Hans Neuenfels: Da ist ja eine klare Priorität erkennbar. Und die ist auch richtig so.
Elisabeth Trissenaar: Für mich ist es interessant, weil ich zwar die meisten Seitenverweise habe, aber auch mit Goethe und Kleist am meisten verbunden bin. Und nicht nur mit Neuenfels. Es erinnert irgendwie an Max und Moritz, wo den Hühnern die Fäden aus den Mündern hängen und sich alles überkreuzt.« http://www.morgenpost.de/kultur/berlin-kultur/article142439742/Theaterhaeuser-sind-doch-keine-Koenigtuemer.html

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Ein Kommentar zu Klare Priorität

  1. Burkhard Wolter sagt:

    Für Kleistfans sei noch ergänzt, in dem Neuenfels-Buch findet man auf der Seite 405 ein Gedicht von Hans Neuenfels:

    KREUZWORTRÄTSEL KLEIST

    Immer musste er leisten.
    Im Gegensatz zu den meisten
    Blieb er bei seinen Leisten:

    In seiner Phantasie.
    Erst spät ging er in die Knie,
    Weil er sich nie verzieh

    Nicht Erster auf der Flöte
    Zu sein. Schiller und Goethe
    Trieben ihm die Röte

    Aufs Gesicht.
    Dennoch versteckte er nicht
    Bescheiden sein Lebenslicht.

    Eines Tages im Abendschein
    Trank er neben einer Frau allein
    Noch ein letztes Gläschen Wein

    SEELENRUHIG UND DREIST

    Für Sammler und Bibliothekare die Frage, wie geht man eigentlich bibliographisch mit dem Gedicht um?

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