Kleiner Tod am Wahnsee

** Von Reinhard Pabst, Bad Camberg **
In unserer neuen Rubrik »Kleist-Rezeptionszeugnisse, die die Welt nicht braucht« bringen wir heute einen kurzen Auszug aus der Schwarte Reise unter die Haut von Gerhard Zwerenz (München: Knaur [Taschenbuchreihe Erotik] 1984). Der Ort: »Nahebei ist die Stelle, wo Kleist sich mit’m Terzerol die Seele aus’m Leib schoß. Vorher hatte er die Geliebte entseelt. Deutsche Literaturgeschichte am Ufer des Wannsee – Wahnsee.« (S. 93). Die Personen: Bob Stubborn, afroamerikanische sex machine und Literaturstipendiat in Berlin, »Nina Silberwolke«, deutsche »Professorenmöse« (d.h. promiske Gattin eines Hochschullehrers). »›Würdest du mich gern töten, Bob?‹ – ›Ich ficke, also töte ich nicht‹. So tief war er schon eingestiegen in die abendländische Freudseelenlandschaft. ›Tiefer, Bob, noch tiefer – jajaja…‹« (S. 94).

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2 Kommentare zu Kleiner Tod am Wahnsee

  1. Mich stört anhaltend das Wort „eingestiegen“. Besser gepasst hätte doch wohl hier: „eingedrungen“.

  2. Martin Maurach sagt:

    „Mit’m Terzerol“ – könnt ma die ganze Stelle nich noch auf Arno-Schmidt-Stil liftn !ݎ * ܛ?¿ ‡

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