Kleists Bibliothek (5)

Bei der Versteigerung der Sammlung Prof. Herbert Albrecht am 10. und 11. Mai 1991 in Basel (Erasmushaus Auktion 65 und J. A. Stargardt Katalog 650) erwarb die G.T. Mandl-Stiftung, Netstal, das Los 714: »[Klopstock, Friedrich Gottlieb]. Der Messias. 4 Teile in 2 Bänden. Halle, Carl Hermann Hemmerde, 1756-1773. 8°. […] Unterschiedlich gebundene Halblederbde. d.Z. mit je zwei Rückenschildchen und reicher Rückenvergoldung.« Im Rückendeckel von Bd. 1, rechts unten, findet sich die Eintragung von Kleists Hand »gelesen im Februar | 1802«. »Der Band stammt aus dem Vorbesitz des Kleistbiographen Otto Brahm […].« (Katalog S. 143; dort Abb. der Eintragung).

Im Brief an Ernst v. Pfuel vom 7. Januar 1805 nimmt Kleist Bezug auf den 13. Gesang des Messias: »Ich werde jener feierlichen Nacht niemals vergessen, da du mich in dem schlechtesten Loche von Frankreich auf eine wahrhaft erhabene Art, beinahe wie der Erzengel seinen gefallnen Bruder in der Messiade, ausgescholten hast.«

Unsere Abbildung ist einem Exemplar im Besitz des Kleist-Archivs Sembdner (Signatur KLAS: 15476) entnommen:
Der | Messias. | [Titelkupfer] | Zweyter Band. | Mit Königl. Pohln. und Churf. Sächs. Königl. Preußischen | und Churf. Brandenburgischen allergnädigsten Privilegien. | Halle, im Magdeburgischen. | Verlegt von Carl Hermann Hemmerde. | 1756.

Klopstock_Messias

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