Kollision an der Barentssee

Alice Bota in der ZEIT über den Spielfilm Leviathan des russischen Regisseurs Andrej Swjaginzew:
»Die Idee zu diesem Film, so Swjaginzew, kam ihm vor einigen Jahren. Während er in New York war, erzählte ihm seine Übersetzerin die Geschichte von Marvin Heemeyer, der mit einem Bulldozer das Rathaus und das Haus des früheren Bürgermeisters seiner Stadt zerstörte, weil er sich ungerecht behandelt fühlte, und sich schließlich erschoss. Dann las Swjaginzew Kleists Novelle Michael Kohlhaas. Es gehe ihm nicht darum, das Unglück eines Mannes zu zeigen, sagt er. Die Kollision mit der Macht, die kämpferische Geste, sie faszinieren ihn. Ein Mann und ein Bulldozer, der um sein Verständnis von Gerechtigkeit kämpft. In der ersten Version des Drehbuchs sollte Nikolaj mit einem Bagger das Administrationsgebäude zerstören. In der jetzigen Fassung ist es sein eigenes Haus, das zerstört wird.« http://www.zeit.de/2015/11/leviathan-film-andrej-swjaginzew-russland

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