Kulturförderabgabe

Aus einem Reisebericht von Henryk M. Broder: »Neulich in Köln. ›Sind Sie geschäftlich hier oder kommen Sie zum Vergnügen?‹, will die junge Frau an der Hotelrezeption wissen. ›Warum?‹, frage ich zurück, schon weil ich niemanden kenne, der ›zum Vergnügen‹ nach Köln reisen würde. ›Wenn Sie geschäftlich in Köln zu tun haben, brauchen Sie die Kulturförderabgabe nicht zu bezahlen‹, klärt mich die junge Frau auf. ›Wenn Sie aber zum Vergnügen hier sind, muss ich ihnen fünf Prozent auf den Zimmerpreis aufschlagen.‹« http://www.welt.de/kultur/article147639154/Was-Sie-nun-in-Koelns-Hotels-unterschreiben-muessen.html
Aus den »Häufig gestellten Fragen zur Kulturförderabgabe«, welche die Kölner Stadtverwaltung selber stellt und beantwortet:
»17. Wofür wird die Kulturförderabgabe verwendet?
Die zu erwartenden Einnahmen aus der Kulturförderabgabe in Höhe von ca. 7 Millionen Euro jährlich fließen – praktisch als ›Gegenleistung‹ – in die Bereiche Kultur, Bildung und Tourismus, ohne dass hierzu eine Verpflichtung aus der Abgabe heraus besteht.
Die Verwendungsziele entsprechen damit dem Namen, den man mit einer solchen Abgabe verbindet.« (Hervorh. Stimming’s Inn)

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Ein Kommentar zu Kulturförderabgabe

  1. Martin Maurach sagt:

    … und ich war so naiv zu glauben, ‚leistungslose Einkommen‘ stünden im heutigen System wechselseitiger ‚flexibler‘ Totalausbeutung geradezu unter dem Hexenbann… Andererseits: Sollten die 7 Millionen in dauerhafte Strukturen fließen – nichts erschiene vernünftiger angesichts des Eventisierungswahns –, dann dürfte man das aber auch ruhig deutlich sagen.

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