Liebeskonzept, scheiternd

Die Welturaufführung von Jessica Hausners Spielfilm Amour Fou (s. Stimming’s Inn) fand am vergangenen Freitag bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes statt; die österreichisch-deutsch-luxemburgische Koproduktion läuft nicht im Hauptwettbewerb, sondern im ebenfalls stark besetzten Programm »Un certain regard«.

Die Regisseurin im Rundfunkgespräch (4:52 min): http://oe1.orf.at/programm/372317

Erste Reaktionen:
Jessica Hausner, schreibt die Tiroler Tageszeitung, inszeniert »den Doppelselbstmord von Heinrich von Kleist und Henriette Vogel als ironisches Historiendrama in statischen Tableaus und sehr dialoglastig […]. ›Man stelle sich eine Salonkomödie von Jane Austen in der Regie von Michael Haneke vor‹, skizzierte das US-Magazin Variety den Film und lobte Hausner als ›Meisterin der tonalen und thematischen Doppelbödigkeit‹. Das Magazin Screen wiederum sah eine ›spartanische, knochentrockene Sittenkomödie‹, die an Eric Rohmer erinnere.« http://tiny.cc/2mv3fx
Die Presse: »Bei der Pressevorführung Freitagnachmittag in Cannes führte die frontale Strategie Hausners zunächst zum Abmarsch eines Teils des Publikums, während sich der angesagte komödiantische Aspekt in vereinzelten Lachern niederschlug – am Ende gab es aber milden Applaus, der auch etwas länger anhielt, als es die reine Höflichkeit gebot.« http://tiny.cc/lrv3fx
Metronews: »Une direction d’acteurs inexistante et des personnages fadasses plongent le spectateur dans la consternation, puis dans le sommeil.« http://tiny.cc/xau3fx
Wiener Zeitung: »›Amour Fou‹ ist Hausners bislang klügste, durchdachteste Arbeit; ein Film über das romantische Konzept von der Liebe, und wie es scheitert.« http://www.wienerzeitung.at/dossiers/cannes/631153_Die-Liebe-ein-Trugschluss.html

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