LiteraTor!!!*)

** Von Reinhard Pabst, Bad Camberg **
Werner Herzog, der bekannte Filmemacher, schrieb als ganz junger Germanistik-Student ungefähr 1962, im Gründungsjahr der Bundesliga, an der LMU München bei Ingrid Strohschneider-Kohrs eine Seminararbeit über den Prinzen von Homburg und »stülpte«, wie sich sein ehemaliger Kommilitone Wolfgang von Ungern-Sternberg erinnert, »dem einfach eine Fußball-Metaphorik über. Er hat das Drama zerlegt, als ob es ein Fußballspiel wäre – und diese Analogie sehr einnehmend dargestellt.« (zit. nach: Moritz Holfelder: Werner Herzog. Die Biografie. »Jeder Film ist eine Eintrittskarte zur Welt«. München: LangenMüller 2012, S. 112; dort S. 140ff. über Herzog als Fußballspieler, S. 207 über Kleist als »Bruder im Geiste«).

*) Titel eines Bücherkatalogs von Jürgen Schiffer zur Ausstellung in der Zentralbibliothek der Sportwissenschaften der Deutschen Sporthochschule Köln anläßlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

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Ein Kommentar zu LiteraTor!!!*)

  1. Martin Maurach sagt:

    Fußballerische Bezüge sind im „Homburg“ ja unübersehbar: Erst der Monolog des Tormanns beim Elfmeter (Szene I 6), dann die um zwei Spannen knappe Entscheidung: „Das Leben nennt der Derwisch‘ einen Paß, Und einen kurzen“, und schließlich das berühmte: „Nun, o Nachspielzeit, bist Du ganz mein!“…

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