Mal Stier, mal Frosch

Eike Stedefeldt erzählt in einem schönen Feuilleton von Kleists Freund Ernst von Pfuel und mancherlei von dessen weniger bekannten (Schwimm-)Zügen:
»[…] Pfuel war besessen vom Baden. Er studierte die Anatomie von Amphibien, um den effektivsten Schwimmstil zu ermitteln, und war, da er die des Frosches als vergleichsweise menschlich ansah, folgerichtig auf das Brustschwimmen verfallen. 1810 erschien sein erster Aufsatz ›über Schwimmen und Schwimmschulen‹. Daß Soldaten bereits in der Antike das Schwimmen gelehrt worden war, ließ ihn auf Reformen des militärischen Drills dringen. Eigene Lehrmethoden erprobte Pfuel in Prag 1810 und Wien 1813 mit seinen weltweit ersten Schwimmanstalten – militärischen selbstredend.« http://www.jungewelt.de/2012/07-20/021.php

Übrigens behauptet Tolstoi in Krieg und Frieden, daß »in Petersburg, der Plan entwickelt worden war (nämlich von Pfuel), Napoleon an der Beresina in einer strategischen Falle zu fangen.« (Neu übersetzt und kommentiert von Barbara Conrad. München: Hanser, 2010, Bd. 2, S. 873)

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