Männer sehen rot

Rocko Schamoni vom Hamburger Trio ›Studio Braun‹ über ein ›Actionmusical‹ mit dem Titel Fahr zur Hölle, Ingo Sachs! unter besonderer Berücksichtigung von Charles Bronson sowie einem »der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit«:
»Für mich war Kleists Kohlhaas immer ein Reizthema, weil es sich auf den ersten Blick um Revolution und Rebellion dreht. Es geht aber gleichzeitig auch um Spießigkeit. Das wiederum hat es dann doppelt interessant gemacht. Volker Schlöndorff, der 1968 Kohlhaas verfilmt hat, hat in ihm auch einen Rebellen gesehen. Ich wollte immer, dass er das ist. Als wir das Stück dann mit dem Bronson-Klassiker [Ein Mann sieht rot; 1974] zusammenbrachten, haben wir gemerkt, dass Michael Kohlhaas viel weniger der Rebell ist, den ich mir gewünscht hätte. […]. Bei Kohlhaas handelt sich um private Rache aus kleinbürgerlichen Besitzgründen. Ein Mann sieht eben rot.« http://www.cicero.de/salon/studio-braun-rocko-schamoni-jacques-palminger-lasst-die-schweine-frei/47463

blog.theater-nachtgedanken.de meint zu dem ›Actionmusical‹ am Deutschen Theater Berlin: »Studio Braun steigen mit dieser an wirklich scharfem Witz und tieferer Bedeutung eher armen Veranstaltung nicht gerade in die Höhen ihrer Kremlflieger-Fantasie auf, aber sie verbreiten zumindest über kurzweilige 100 min. gute Laune und haben dafür ein exzellentes Ensemble am Start.«

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