Mehr als ein Bißchen

Aus des Komponisten Tancredo Pavone Leben und Meinungen nach Auskunft seines Butlers Massimo in Gabriel Josipovicis wunderbar schrägem Buch Unendlichkeit. Die Geschichte eines Augenblicks (Aus dem Englischen von Markus Hinterhäuser. Salzburg und Wien 2012, S. 48f.):
»Wir sollten im Leben über alles herfallen, als wäre es ein Todfeind und eine Geliebte, als wäre es beides zugleich […]. Nur Kleist hat das verstanden […], weil er ein Aristokrat war und ein Offizier. In der Penthesilea […], die dieses alte Weib Goethe nicht ertragen konnte, weil sie ihn das Fürchten lehrte, tötet die Amazonenkönigin Achill und verzehrt ihn anschließend, weil ihre Liebe zu ihm zu groß für alles Geringere ist, und letztlich tötete sich Kleist, weil sein Mund zu klein war für all das, was er aus dem Leben herausbeißen wollte. Er tötete sich […], um seinen Mund zu weiten.«

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