Netzaffin

Das Staatstheater Darmstadt spielt Penthesilea in einer Inszenierung von Simone Blattner.
»Griechen und Amazonen«, schreibt das Darmstädter Echo, »begegnen sich in der von Eva-Veronica Born gespannten Kletterkonstruktion auf einem schmalen Streifen zwischen Parkett und bestuhlter Bühne wie Figuren auf einem hochkant gestellten Schachbrett: ein Geschlechterkampfspiel in der Arena zwischen Archaik und Tiefenpsychologie. […] Doch Kleist macht in der Vertikalen auf Dauer gar keine gute Figur, der arme Heinrich hängt ziemlich durch. Gegürtet wie Dachdecker auf Montage, agiert das Ensemble zwar sehr agil, doch in Kleists Klettersteig kommt die körperliche Anstrengung auch sprachlich zum Ausdruck, was die verschnörkelte Poesie in Mitleidenschaft zieht.« http://www.echo-online.de/freizeit/kunstkultur/theater/schauspiel/Kleist-haengt-in-der-Luft;art1090,5675320
Judith von Sternburg in der Frankfurter Rundschau: »Fünf Frauen machen sämtliche Rollen untereinander aus, groteske Zauselbartperücken-Kombis verwandeln Hanna Eichel, Yana Robin la Baume und Saskia Taeger bei Bedarf fix in Griechen, fast in Männerkarikaturen. Oberpriesterin Karin Klein wechselt nicht das Geschlecht, klettert auch nicht, flüstert nur mit aller Schärfe. Überhaupt merkt man den Versuch, gut zu sprechen, Kleists Sprache zum Zug kommen zu lassen. Körperlich ist das für die Frauen im Netz sicher anstrengend. Als Inszenierung ist das konzentriert, aber ganz unangestrengt.« http://www.fr-online.de/theater/staatstheater-darmstadt-penthesilea-frauen-im-netz,1473346,29217372.html

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Noch ein Kleist in Darmstadt: Prinz Friedrich von Homburg unter der Regie von Juliane Kann hat heute Premiere (Kammerspiele des Staatstheaters).
Vorbericht im Darmstädter Echo: http://www.echo-online.de/freizeit/kunstkultur/theater/schauspiel/Prinz-Friedrich-von-Homburg-feiert-am-Samstag-Premiere-in-Darmstadt;art1090,5685879

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