Post mortem

Kai Köhler über dichterischen Erfolg, Vergessenwerden und Nachruhm sowie vor allem zum Gedenken an Peter Hacks, der am 21. März 85 Jahre alt geworden wäre: »[…] Ruhm, der erst nach dem Tod einsetzt. Die deutsche Literatur kennt hier zwei prominente Fälle. Der eine ist Georg Büchner. […] Der andere Fall ist Heinrich von Kleist, der sich 1811 im Alter von 34 Jahren umgebracht hatte. […] Reüssierte Büchner als Rebell, so Kleist in der Doppelrolle als Rebell und Staatsdichter. In der aggressiven Schlußphase des Wilhelminismus stand er für einen radikalen nationalen Kampf; die expressionistische Opposition konnte sich auf das krisenhafte Leben, die revolutionistische Dramaturgie und sprachliche Modernität sowie auf anarchische Züge in der vom Krieg bestimmten Literatur Kleists berufen. Als sich die Rechte nach dem Ende der deutschen Monarchie konservativ-revolutionär gebärdete, konnten beide Teile der Rezeption zueinander finden.« http://www.jungewelt.de/2013/03-16/034.php

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