Preiswert

»In der Sparte ›Literatur‹ listet die Plattform kulturpreise.de gegenwärtig über 900 Preise und Förderungen, davon insgesamt 597 Preise in der Kategorie ›Literatur allgemein‹ (sowohl Belletristik als auch Sach- und Fachliteratur), 65 Prosapreise, 25 Preise für Erzählungen und Kurzgeschichten, 49 Preise für die Gattung Drama, 67 Lyrikpreise, 41 Auszeichnungen für Hörspiel und Hörbuch, 14 Krimipreise, 57 Kinder- und Jugendliteraturpreise (wobei Doppelungen aufgrund von Kategorien-Überschneidungen nicht auszuschließen sind und die Plattform auch zahlreiche ruhende Literaturpreise aufführt).« (Thomas Stachelhaus, November 2014, auf literaturkritik.de)

Literaturpreise, meint Georg Diez in seiner SPON-Kolumne, provozierten eher Fragen denn Antworten. »Die Frage zum Beispiel nach dem Sinn von Preisen, die in ihrer offensichtlichen Willkürlichkeit und Zufälligkeit okay wären, weil ja alles mehr oder weniger willkürlich und zufällig ist – wenn sie nicht die Aura der Objektivität hätten, verbunden mit der Rechthaberei und Selbstgerechtigkeit derer, die den Preis verleihen und Literaturgeschichte spielen.
Preise reduzieren und domestizieren das, was in der Literatur lebt, sie sind vor allem pragmatisch, sie geben dem Schriftsteller Geld, das er braucht, aber dieses Geld verwandelt sich wie von selbst in symbolisches Kapital, und der Popanz, den man dann damit betreiben kann, ist ungeheuerlich. […] Nur das mit dem Geld, das ist schon richtig so.« http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-den-georg-buechner-preis-und-bachmann-preis-a-1043054.html

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