Psychologie der Sprache

Als Peter Zadek 1985 die Intendanz des Deutschen Schauspielhauses in Hamburg übernahm, erklärte er im SPIEGEL-Gespräch mit Hellmuth Karasek und Urs Jenny, warum er nicht Kleist inszeniert:
»Bei Kleist habe ich schon Probleme mit der Sprache. Sprache ist Leben, ist alles. Und meine Assoziationen in der deutschen Sprache enden sozusagen mit meinem siebenten Lebensjahr, danach gab es lange Zeit nur noch Englisch. Das ist sicherlich wichtig. Ich habe reale Schwierigkeiten, ein Stück von Kleist von Anfang bis Ende zu lesen. Das hat nichts mit der Story zu tun und nichts mit den Wörtern, sondern es hat mit der Psychologie der Sprache zu tun.« http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13515800.html

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.