Radikal formuliert

Martin Senti über Peter von Matt in der NZZ:
»Für von Matt ist beispielsweise ein Christoph Blocher kein Intellektueller, selbst wenn dieser Jurist sei. Blocher sei einer, der handelt. Was Blocher sage, sei bereits Teil seines Handelns: ›Der Täter handelt zuerst und begründet sein Handeln erst im Nachhinein. Das macht den erfolgreichen Politiker aus.‹ Das sei ein anthropologisches Prinzip, und die Diskussion darüber sei sehr alt. Radikal formuliert hätten es Kleist und Goethe: ›Handle zuerst und denke erst nachher.‹ Der Intellektuelle dagegen finde immer wieder ein neues Argument: ›Er ist tatenarm und gedankenvoll, wie Hölderlin sagt.‹ Als Kämpfer und Täter gebe der Intellektuelle dagegen stets eine etwas lächerliche Figur ab.« http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/ich-mische-mich-nicht-ein–ich-werde-eingemischt-1.18114463

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