Reliquien

Drei Dinge Heinrich von Kleists, so der Titel einer Ausstellung im Kleist-Museum Frankfurt (Oder), werden bis 30. November gezeigt: »das Miniaturbildnis, das er 1801 für Wilhelmine von Zenge anfertigen ließ, das Manuskript seiner Komödie ›Der zerbrochne Krug‹ und den Brief an Adolphine von Werdeck.« http://www.heinrich-von-kleist.org/kleist-museum/ausstellungen/

Der Märkischen Oderzeitung kann man entnehmen, daß vom Krug-Manuskript nur eine Doppelseite und von Kleists Brief an die Werdeck (Paris, 28.-29. Juli 1801) lediglich ein Blatt im Original zu sehen sind. »Vor gut 20 Jahren hat das Kleist-Museum den Brief erworben. ›Es war der erste größere Ankauf nach der Wende‹, berichtet Barbara Gribnitz. Dauerhaft ausstellen könne man die Blätter aus konservatorischen Gründen allerdings nicht. Und das gilt selbst für die klimatisierten Räume, über die das Museum nun dank des Erweiterungsbaus verfügt.« http://www.moz.de/kultur/kultur/artikel-ansicht/dg/0/1/1348079/

Porträt und Werkmanuskript sind Eigentum der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz, die als Kooperationspartner des Kleist-Museums die Schau ermöglicht hat. Erhellendes zum Hintergrund dieser Zusammenarbeit hatte die Märkische Oderzeitung am 7. November 2008 mitgeteilt: »Die Kleist-Briefe, die einst der Stadt Frankfurt gehörten [vid. Claudia Schernus: Entliehen und verkauft. Georg Minde-Pouet, die Kleist-Gesellschaft und das Schicksal einiger Kleisthandschriften, in: Brandenburger Kleist-Blätter 8 (1995), S. 87-97], sollen in Berlin bleiben. Stadt und Kleist-Museum akzeptieren diese Regelung und den Eigentumsanspruch der Staatsbibliothek in Berlin. Wie Dr. Wolfgang de Bruyn gestern dazu auf MOZ-Anfrage mitteilte, sei dies in einer kürzlich von Staatsbibliothek und Kleist-Museum unterzeichneten Kooperationsvereinbarung festgeschrieben worden.« http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/33674

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