Rückkehr nach Thun

Roman Bucheli in der NZZ über Koala, das neue Buch von Lukas Bärfuss:
»Im Frühjahr 2011 hatte man den Schriftsteller Lukas Bärfuss in seine Geburtsstadt Thun eingeladen. Er sollte über Heinrich von Kleist reden, der sich 200 Jahre zuvor, im November 1811, am Wannsee in Berlin das Leben genommen hatte. Die Rückkehr nach Thun, wo einst Kleist vorübergehend gelebt hatte, bot Bärfuss eine günstige Gelegenheit, sich mit seinem Bruder zu treffen, mit dem ihn freilich nurmehr wenig, eigentlich: nichts mehr verband. […] Was Bärfuss an jenem Frühlingsabend in Thun nicht wissen konnte: Es sollte die letzte Begegnung mit seinem Bruder sein. Kurz vor Weihnachten fand man ihn, tot, mit einer Injektionsnadel im Arm in der leeren Badewanne liegend. Er hatte den Selbstmord minuziös vorbereitet, fast so wie Kleist; seine schmale Hinterlassenschaft hatte er ebenso geordnet, wie er darauf bedacht war, mit seinem Tod niemandem Umstände zu bereiten.« http://www.nzz.ch/aktuell/startseite/ein-gruendlich-erklaertes-requiem-1.18256715

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