Schlafmütze

Aus einer kurzen Geschichte der Justizkritik in der Neuzeit im Blog Justizfreund:
»Der schlechte Ruf von Juristen erbte sich von Generation zu Generation fort (vgl. Wilhelm Wengler: ›Über die Unbeliebtheit von Juristen‹, NJW 1959, S. 1705ff.). Der Begriff ›Justizmord‹ wurde von August Ludwig von Schlözer (1735-1809) in die Diskussion eingeführt. Irrende Richter wurden seltener, nachdem der juristische Ausbildungsgang verbessert wurde; unverändert waren sie häufig genug, um Heinrich von Kleist (1777-1811) zu den Worten des Gerichtsrates Walter gegenüber dem Dorfrichter Adam zu inspirieren: ›In eurem Kopf liegt Wissenschaft und Irrthum/ Geknetet, innig wie ein Teig, zusammen;/ Mit jedem Schritte gebt ihr mir von beidem.‹ Kritiker wurden ordnungsgemäß bestraft, u.a. Hans Heinrich Arnold von Beeren (1747-1812), der an den Präsidenten des Kammergerichts die Zeichnung einer Schlafmütze mit der Überschrift ›Du bist und bleibst eine‹ gesandt hatte.« http://blog.justizkacke.de/?p=4591

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.