Schwäbisches Crowdfunding

Wie Kleist einem schwäbischen Sportverein auf die Beine half, erfährt man aus der Chronik des 1913 gegründeten TV Hürben:
»Es war damals eine sehr bescheidene Zeit, an finanzielle Zuschüsse – heute eigentlich selbstverständlich – war nicht zu denken. Deshalb hatten die pfiffigen Hürbener eine zündende Idee: sie wollten mit öffentlichen Theateraufführungen die klamme Vereinskasse aufbessern. Gesagt, getan, Pfarrverweser Eugen Stierle malte die Werbeplakate und führte mit Jakob Thumm auch Regie, als 1914 im Burghof der Ruine Kaltenburg Heinrich von Kleists Drama ›Das Käthchen von Heilbronn‹ von den TVlern aufgeführt wurde. Selbst der damalige Besitzer der Burgruine, Graf Maldeghem, gehörte zu den zahlreichen Besuchern. Dem Projekt ›Theater auf der Kaltenburg‹ war ein so nicht zu erwartender riesiger Erfolg beschieden – allerdings mit einem äußerst bitteren Wermutstropfen: nach der letzten Aufführung am 31. Juli folgte am 1. August die Mobilmachung zum 1. Weltkrieg.« http://www.tv-huerben.de/Historisches/Presse100JahrTVH.pdf

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