Schweizer Wissenschaftsverlage in Gefahr

Der Schweizerische Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF) hat beschlossen, ab 1. Juli 2014 die Veröffentlichung von Büchern in Papierform nicht mehr zu unterstützen.
Die Schweizer Verlage im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften richten einen Appell an die Forscherinnen und Forscher, um den SNF zu bewegen, seine neue Politik der Publikationsförderung auszusetzen. Die Verlage fordern, daß vor der Einführung neuer Regeln eine Studie über die Lage des universitären Verlagswesens und über die Bedeutung der Verbreitung von Forschungsergebnissen in der Gesellschaft verfaßt wird.
Der Wirt von Stimming’s Inn bittet seine Gäste dringendst, die Petition der Schweizer Wissenschaftsverlage zu unterzeichnen: http://tinyurl.com/lc27e9y

St. Galler Tagblatt Online, 7. Mai 2014:
»›Ich bin zutiefst entsetzt‹, sagt Ulrike Landfester [Prorektorin der Universität St. Gallen]. Die Schweizer Geistes- und Sozialwissenschaften würden durch den Entscheid des Nationalfonds ›faktisch von der Forschungsförderung ausgeschlossen‹. Denn, so Ulrike Landfester, es würden nicht nur keine Druckkostenzuschüsse für Bücher in Papierform mehr zugesprochen, es würden auch keine Forschungsprojekte mehr gefördert, die auf eine Buchpublikation abzielen. […]
Kann der Nationalfonds überhaupt vorschreiben, wie Forschungsresultate publiziert werden müssen? ›Mit seinem Entscheid, die Förderung des Mediums Buch zugunsten der Förderung von Internetpublikationen zu streichen, verstösst er gegen seinen Auftrag‹, sagt Ulrike Landfester. ›Er diskriminiert damit einen wichtigen Teil der Schweizer Forschungs- und Publikationskultur massiv.‹« http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/ostschweiz/tb-os/Ein-Schlag-ins-Gesicht;art120094,3799852

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