Sex sells

Aus einer Werbeanzeige auf ZEIT online, wo Rainer Moritz sein jüngstes Buch Wer hat den schlechtesten Sex? Eine literarische Stellensuche (München: DVA 2015) empfiehlt:
»Für Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses, waren es glückliche Zeiten, als der Sex in der Literatur noch nicht explizit beschrieben wurde. Bei Theodor Fontane oder Heinrich von Kleist genügte ein Gedankenstrich, um das Unbeschreibliche anzudeuten. Auch Max Frisch oder Heinrich Böll kamen nicht auf die Idee, detailliert zu schildern, was zwei Menschen hinter verschlossenen Türen miteinander treiben. Es gehörte zum guten Ton, keine Worte über das zu verlieren, was sich dem Leser ohnehin erschließt.
Was ist in den vergangenen Jahrzehnten geschehen? Warum stürmen Bücher wie ›Feuchtgebiete‹ oder ›Fifty Shades of Grey‹, in denen eher unkonventionelle Sexualpraktiken ausbuchstabiert werden, die Bestsellerlisten? Über Sex zu schreiben ist nach wie vor eine heikle Angelegenheit, doch kaum ein Autor verzichtet heute darauf.« http://www.zeit.de/angebote/buchtipp/moritz/index

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