Sprachliche Unweigerlichkeit

Robert Walser, »the missing link between Kleist and Kafka« (Susan Sontag), 1927 in seinem Feuilleton Weiteres zu Kleist:
»Ihr Dichter schrieb nun […] eine Reihe von höchst geschlossenen, kraftvollen Novellen, die außerordentlich ›schneidig‹ geschrieben sind, mithin von eigentlich beinahe zu starker Wirkung sind. Eine bewundernswerte Energie lebt in ihnen, und das Wertvolle dabei ist, daß sie, bei aller sprachlichen Unweigerlichkeit, sehr viel Nuancierung, Stimmung enthalten. In der Novelle erweist sich dieser arme Heinrich als großer Beherrscher der Form sowohl wie des Inhalts.« (zit. n. R.W.: Dichteten diese Dichter richtig? Eine poetische Literaturgeschichte. Hrsg. von Bernhard Echte. Frankfurt a. M. und Leipzig 2002, S. 69f.)

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