Theatergesetzesbrecher

Peter Steins Inszenierung des Zerbrochnen Krugs am Berliner Ensemble mit Klaus Maria Brandauer in der Hauptrolle (Premiere 13. September 2008) eröffnete im Juni 2009 die Zürcher Festwochen, in deren Rahmen der Regisseur mit dem Festspielpreis ausgezeichnet wurde und einen Vortrag hielt, den die Neue Zürcher Zeitung in einer gekürzten Fassung dokumentiert hat:
»Der Variant ist immer Thema gewesen in der Diskussion, wie man den Krug aufzuführen hat, und es gilt als Theatergesetz, dass, führt man den Variant auf, der Misserfolg garantiert ist. […] Für meine Inszenierung wollte ich den Variant aber unbedingt haben. Allerdings habe ich ihn zusammengestrichen auf etwa die Hälfte. […] Der Haken ist nur: Will man klarmachen, was genau geschehen ist, muss man ganz viele Dinge, die schon längst gesagt wurden und die das Publikum schon weiss, unter einem etwas anderen Gesichtspunkt noch einmal wiederholen. Deshalb ist es schwierig, den Variant zu spielen. Trotzdem bin ich der Meinung, dass er unbedingt dazugehört. Man muss klarmachen, was hinter dieser Komödie steht […].« http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/literatur_und_kunst/wie-heinrich-von-kleist-den-zerbrochnen-krug-zerbrach-1.2829362

Die nächsten Aufführungen am Berliner Ensemble: 25. August und 16. September.

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