Warlord der Cherusker

In der ›Herrmannsschlacht‹ werden »in einer launig dargebotenen Offenheit […] konkrete Kampfformen propagiert […], die […] nichts weniger als einen Genozid in Kauf nehmen, ja diesen geradezu aggressiv einfordern. Damit sollte noch dazu eine Kriegsform auf der Bühne inszeniert werden, in welcher der Frau bestenfalls eine Rolle zugestanden wurde, wie sie heute in den sogenannten neuen Kriegen, also in oftmals in einen Völkermord mündenden Bürgerkriegen wie etwa dem in Ruanda von 1994, abermals grausame Realität geworden ist.«
Jan Süselbeck: Die zerteilte Jungfrau als Unterpfand des Genozids. Heinrich von Kleists ›Herrmannsschlacht‹ (1808) im Kontext aktueller Diskussionen um die ›neuen Kriege‹, in: Mittelweg 36, Heft 1, Februar/März 2012, S. 86-101.
http://www.eurozine.com/articles/2012-03-15-suselbeck-de.html

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