Weniger gut verkäuflich

Annette Kuhn in der Berliner Morgenpost über Michael Stoffregen-Büllers Buch Uferblicke. Geschichten rund um den Wannsee (Berlin: Nicolai 2014): »16 Kilometer umfasst die Rundfahrt, die am Kleinen Wannsee beginnt. Am Ufer reiht sich ein Ruderverein an den nächsten, nur an einer Stelle ist die Wasserkante öffentlich zugänglich. Es ist jener Ort, wo der Dichter Heinrich von Kleist am 21. November 1811 erst seine kranke Freundin Henriette Vogel und dann sich selbst erschoss. Noch heute kann man hier ihr Grab besuchen.
Damals hieß der Kleine Wannsee übrigens noch Stolper Loch. Erst Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Ufer erschlossen. Weil sich Immobilien an einem ›Loch‹ weniger gut verkaufen ließen, bekam das schmale Gewässer einen neuen Namen. Auf der nördlichen Uferseite entstand ab 1869 eine der damals schönsten und nobelsten Siedlungen in ganz Berlin: die Colonie Alsen, in der sich reiche Kaufleute, Industrielle, Bankiers und Künstler ihre Sommerresidenzen bauen ließen.« http://www.morgenpost.de/brandenburg/article134385769/Eine-Entdeckungstour-ueber-die-Havelseen-mit-dem-Motorboot.html

Hierzu ein Schmankerl, beigesteuert von Stimming’s Inn-Autor Reinhard Pabst: zwei Entwürfe aus dem Jahr 1828 zum Umbau von Stimmings Gasthaus, an denen noch immer die 7-Fenster-Front erkennbar ist (Architekturmuseum der TU Berlin):
** http://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&p=79&Daten=115172
** http://architekturmuseum.ub.tu-berlin.de/index.php?set=1&p=79&Daten=129319

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