Where are the horses?

Jakob Hessing im Berliner Tagesspiegel über Das letzte Jahrhundert der Pferde. Geschichte einer Trennung (München: Beck, 2015) von Ulrich Raulff, dem Direktor des Deutschen Literaturarchivs Marbach:
»Raulffs Abschied von den Pferden ist weit mehr als eine historische Rückschau. Er erzählt nicht nur, wie sie aus unserer Welt verdrängt wurden, er zeigt auch, wie sie sich unserem kollektiven Gedächtnis eingeprägt haben. Einige der schönsten Seiten des Buches sind der Literatur gewidmet: Ob in Goethes Werther, Kleists Michael Kohlhaas oder Kafkas ›Ein Landarzt‹, ob in Flauberts ›Madame Bovary‹, Tolstois ›Anna Karenina‹ oder Fontanes ›Effi Briest‹ – immer sind es auch die Pferde, an denen sich der Untergang einer Welt abzeichnet.« http://www.tagesspiegel.de/kultur/ulrich-raulffs-buch-das-letzte-jahrhundert-der-pferde-hufschlag-in-der-daemmerung/12527028.html

»Es war ein Jahrhundertbesuch für Marbach am Neckar: Vor 50 Jahren, am 24. Mai 1965, besuchte die englische Königin Elizabeth II. die Schillerstadt. ›Where are the horses?‹ – Wo sind die Pferde? Dieser Satz wird der Queen immer wieder in den Mund gelegt, wenn man an ihren Staatsbesuch in Marbach am Neckar im Kreis Ludwigsburg denkt. Eine schöne Legende, aber leider erlogen. Journalisten dichteten der Queen diesen Satz an, weil sie davon ausgingen, dass Elizabeth als Pferdenärrin lieber das Gestüt Marbach auf der Schwäbischen Alb und nicht die Schillerstadt am Neckar besuchen wollte.« http://www.swr.de/landesschau-aktuell/bw/stuttgart/vor-50-jahren-queen-elisabeth-in-marbach/-/id=1592/did=15558498/nid=1592/1kgkai3/

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