Wiedererfundene Zeit

Schriftsteller haben das Recht zu »Zeitverschiebungen«, meint Leserbriefschreiber Dr. Johann von Behr in der FAZ (6.2.2014, Nr. 31, S. 6) und ruft einen prominenten Zeugen auf: »Die Handlung von Kleists ›Käthchen von Heilbronn‹ erstreckt sich über vier Jahrhunderte. Der Burggraf von Freiburg kehrt von einem Kreuzzug zurück, also spätestens im ausgehenden 13. Jahrhundert. Aber Käthchen will in ein Kloster der Ursulinerinnen eintreten, deren Orden im Jahre 1535 gegründet wurde. Außerdem soll in dem Drama der Streit um die Herrschaft über Stauffen vom Reichskammergericht in Wetzlar entschieden werden, welches, 1495 gegründet, im Jahre 1693 dorthin zog.«

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