Windesklänge

Lukas Jenkner in der Stuttgarter Zeitung:
»Geheimnisvoll und sphärisch geistert ein Instrument durch die Literatur: Viele deutsche Dichter – Schiller, E. T. A. Hoffmann, Mörike, Goethe sowieso – haben die Äolsharfe, benannt nach Aiolos, dem Herrscher der Winde in der griechischen Mythologie, in ihre Verse verwoben, bisweilen verbunden mit tiefster Tragik. Nur wenige Tage vor ihrer beider gemeinsamem Pistolentod schrieb die sterbenskranke Henriette Vogel ihrem Liebsten, Heinrich von Kleist: ›Mein Heinrich, mein Süßtönender, mein Hyazinthenbeet … meine Äolsharfe.‹ Wer bei Weinsberg unterwegs ist und Äolsharfen hören möchte, kann sein Glück in der Burgruine Weibertreu versuchen. Dort hat Justinus Kerner, schwäbischer Dichter mit Hang zum Okkulten, in die Schießscharten des Geschützturms solche Harfen einbauen lassen. Allerdings erwachen sie nur zum Leben, wenn der Wind aus einer entsprechenden Richtung und mit der richtigen Stärke weht.« http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.das-kuenstlerpaar-nathalie-wolff-und-matthias-bumiller-welten-voller-witz.e85988ff-f972-4645-96f9-125a77543ae3.html

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.